Hieroglyphen -
Die heiligen Zeichen
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Übersetzt bedeutet das Wort
Hieroglyphen „heilige Zeichen“. Entstanden sind die
Hieroglyphen um 3000 v. Chr. herum. Die Hieroglyphen gebrauchte
man dabei fast 3.500 Jahre. Während unser Alphabet nur aus 26
Buchstaben besteht, so mussten
sich die Menschen im Alten Ägypten
für rund 700 Zeichen die Bedeutung merken. In der
griechisch-römischen Zeit waren es etwa 7000 Zeichen, womit die
ägyptischen Hieroglyphen zu den umfangreicheren Schriftsystemen
gehören, die bekannt sind.
Es handelt sich bei den Hieroglyphen um keine reine
Bilderschrift, vielmehr um eine auf Bildern basierende Kombination
aus Konsonanten, sowie Sinnzeichen. Hieroglyphen setzen sich aus
dem Lautzeichen (Phonogramme), dem Deutzeichen (Determinative) und
dem Bildzeichen (Ideogramme) zusammen. Bei den Hieroglyphen gab es
dabei – anders als beim Alphabet – keine bestimmte einzuhaltende
Reihenfolge.
Die Ägypter glauben, dass der Gott Thot der Erfinder der Schrift
war. Die Ägypter nennen diese Schrift "Mdw-ntr" – übersetzt:
Gottesworte. Grund für die Entwicklung der Hieroglyphen war dabei
wohl eher gewesen sein, dass eine Schrift unerlässlich wurde, als
Ober- und Unterägypten vereinigt wurden, wobei ein so großes Reich
auch verwaltet sein wollte. Man gebrauchte damals die Hieroglyphen
nämlich nicht nur für die Inschriften auf Tempeln und Pyramiden,
um so die Taten des Pharao hervorzuheben. Geschrieben wurden die
Hieroglyphen auf Papyrus.
Da man die Hieroglyphen nur unter sehr hohem Zeitaufwand zu einem
sinnvollen Text zusammenschreiben konnte, wurde, um diesen
Nachteil der Hieroglyphen zu kompensieren, die hieratische
Schrift, eine Schreibschrift, entwickelt. Die Hieroglyphen wurden
dabei weiterhin für die öffentlichen Inschriften benutzt. Mit den
Hieroglyphen wurden fortan also die Heldentaten der Pharaonen
gelobt und gepriesen. |